Filmtipp

Man versucht sich zu bessern, achtet auf „nachhaltige“ Produkte. Kunststoffe, welche zu 100% recyclet wurden. Beim Einkauf verlässt man sich auf Siegel, Fairtrade, Bio, nachhaltig erwirtschaftet. Was bedeutet das eigentlich? Was steckt tatsächlich hinter den Produkten? Sind sie wirklich besser? Oder kauft der Konsument sich sein Gewissen rein?
Oder handelt es sich am Ende um reines Marketing – was ist die Alternative zu fairtrade Kaffee? Das zuvor bestehende Produkt wird herablassend vom neuen Player betitelt – aber ist das überhaupt gerechtfertigt?

Eine grundlegende Skepsis gegenüber der Industrie ist angebracht, sind sie doch alle nur an der Maximierung des Gewinns interessiert. bp hat sich aus dem Ölgeschäft zurückgezogen seit der Deepwater Horizon Katastrophe – oder etwa doch nicht? Greenwashing ist das Thema, aktiv gespielt überall dort wo Ärger droht – seit ca 1970 von allen großen Unternehmen.
Aktuell brennen so viele Urwälder wie noch nie zuvor – mal wird danach weiteres Palmöl angebaut, an der anderer Stelle entsteht eine neue Rinderfarm oder wird Soja angebaut. Mit unserem Konsum oder auch unserem Verzicht auf einige Produkte können wir solche Prozesse steuern.

Wer sich gerne recht einfach unterhalten lassen will und einige der Themen zumindest an der Oberfläche, für den Anfang mehr als ausreichend, ankratzen will, dem sei „Die Grüne Lüge“ ans Herz gelegt. Auf einfache Art und Weise wird dem Zuschauer verdeutlicht, an welcher Stelle er täglich belogen wird – wie wenig Inhalt hinter den Siegeln steht.

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